PWA Beispiele 2026: 9 Progressive Web Apps und was belegt ist
Von trivago bis Starbucks: Diese neun Unternehmen zeigen, was Progressive Web Apps bringen können - mit Quellen zu jeder Zahl. Die meisten Fallstudien stammen aus den Jahren 2016 bis 2018 und sind Selbstauskünfte. Dazu nennen wir, was Sie daraus für Ihr eigenes Projekt ableiten können.
AliExpress meldete 2016 nach dem PWA-Start 104% mehr Conversions bei neuen Nutzern (web.dev).
Pinterest meldete 2017 gegenüber der alten mobilen Website 60% mehr Kernaktionen und 44% mehr Werbeumsatz (Addy Osmani).
Twitter Lite senkte 2017 den Datenverbrauch beim Scrollen durch Bildoptimierung um bis zu 70% (web.dev).
trivago meldete 2017 bei Homescreen-Nutzern 2 statt 0,8 Wiederholungsbesuche (Think with Google).
Die 9 Beispiele im Detail
1. trivago (2017)
+150% Engagement bei Homescreen-Nutzern, +97% Klicks auf Hotelangebote
Das deutsche Beispiel. Offline nutzten nur rund 3% der Nutzer, aber von den unterbrochenen Sitzungen wurden 67% nach der Rückkehr ins Netz fortgesetzt. Eine PWA kann also auch dann helfen, wenn die Offline-Funktion selten gebraucht wird.
2. Spotify
Web-Player mit Web App Manifest, Anzeigemodus standalone (geprüft am 05.11.2026)
Das einzige Beispiel ohne veröffentlichte Messwerte. Es zeigt nur, dass auch ein Anbieter mit nativen Apps seinen Web-Player installierbar anbietet.
Quelle: Spotify-Manifest
3. Pinterest (2017)
+60% Kernaktionen, +44% Werbeumsatz, +40% Verweildauer, Kern-Feed rund 150 KB
Der Vergleich bezieht sich auf die alte mobile Website, nicht auf die Apps. Für denselben Kern-Feed nennt die Fallstudie 9,6 MB bei Android und 56 MB bei iOS. Im Juli 2018 meldete Pinterest 103% mehr wöchentlich aktive Nutzer im mobilen Web gegenüber dem Vorjahr.
4. Starbucks
PWA mit 233 KB, 99,84% kleiner als die damalige iOS-App mit 148 MB
Die Zahl stammt von der umsetzenden Agentur und beschreibt die Größe, nicht den Geschäftserfolg. Für Bestellfunktionen zeigt sie, wie niedrig die Einstiegshürde im Web sein kann.
Quelle: Nearform, ohne Datum
5. Twitter Lite (2017)
+65% Seiten pro Sitzung, +75% Tweets, -20% Absprünge, 600 KB statt 23,5 MB Download
Push-Notifications und Homescreen-Start waren Teil des Konzepts. Twitter Lite war damals das Standarderlebnis im mobilen Web.
Quelle: web.dev
6. Uber (2017)
Kern-App 50 KB, 3 Sekunden bis zur Bedienbarkeit auf 2G
Wenn die Zielgruppe schwache Netze oder alte Geräte hat, zählt jedes Kilobyte. Uber baute m.uber zusätzlich zu den nativen Apps.
Quelle: Uber Engineering, Juni 2017
7. AliExpress (2016)
+104% Conversion neuer Nutzer, +74% Zeit pro Sitzung, doppelt so viele Seiten pro Sitzung
Im E-Commerce entfällt der Store-Download zwischen Interesse und Kauf. Der Funnel wird einen Schritt kürzer.
Quelle: web.dev
8. Forbes (2017)
0,8 Sekunden Ladezeit statt zuvor 3 bis 12 Sekunden, doppelte Sitzungsdauer, 20% mehr sichtbare Werbeeinblendungen
Forbes-Angaben, wiedergegeben von Nieman Lab. Forbes selbst veröffentlichte darüber hinaus kaum Zahlen. Eine eigene Fallstudie von Forbes haben wir nicht gefunden.
Quelle: Nieman Lab, März 2017
9. Tinder (2017)
Tinder Online liefert die Kernfunktion mit rund 10% der Datenmenge der nativen Apps
Auch interaktions-intensive Anwendungen laufen im Browser. Die Fallstudie weist darauf hin, dass der Vergleich hinkt, weil die PWA weiteren Code bei Bedarf nachlädt.
Quelle: Addy Osmani, Dezember 2017
Fragen Sie sich, ob sich eines dieser Beispiele auf Ihr Vorhaben übertragen lässt? Schreiben Sie uns über das Kontaktformular, wir geben Ihnen eine begründete Einschätzung.
Welches dieser Beispiele kommt Ihrem Vorhaben am nächsten?
Ob Bestellstrecke wie bei Starbucks oder Shop wie bei AliExpress: Entscheidend ist, was bei Ihnen gemessen werden soll und welche Geräte Ihre Nutzer haben. Auf unserer PWA-Seite sehen Sie, wie wir das angehen.
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Was diese Beispiele gemeinsam haben
Die Zahlen kommen nicht von der Technologie allein. Hinter den meisten dieser Beispiele stehen ähnliche Prinzipien:
- Schnelle Ladezeit, gerade in schwachen Netzen, als ausdrückliches Ziel
- Service Worker für Caching oder Offline-Fähigkeit der Kernfunktion
- Installierbar vom Homescreen - ohne App-Store-Umweg
- Deutlich geringere Download-Größe als die jeweilige native App
- Ergebnisse, die gegen eine klare Ausgangslage gemessen wurden - meist die alte mobile Website
Was heißt das für den Mittelstand?
Die Beispiele stammen von Konzernen, ihre Zahlen lassen sich nicht einfach übertragen. Die Logik gilt aber auch für kleinere Budgets: Eine PWA braucht nur eine Codebasis, kommt ohne App Store aus und ihre Inhalte können über Google gefunden werden. Für Bestellsysteme, Kundenportale, Buchungstools und interne Anwendungen ist sie oft eine wirtschaftliche Option.
Wann nicht? Bei tiefer Hardware-Integration (Bluetooth, Hintergrund-GPS, komplexe Offline-Synchronisation) und wenn Ihre Zielgruppe explizit im App Store sucht. Die Entscheidungsmatrix dazu finden Sie in unserem PWA-vs-Native-Vergleich.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einer PWA und einer normalen Website?
Eine Progressive Web App ist eine Website mit App-Eigenschaften: Sie lässt sich auf dem Homescreen installieren, funktioniert (teilweise) offline, kann Push-Benachrichtigungen senden und lädt durch intelligentes Caching deutlich schneller. Technisch machen das ein Service Worker, ein Web App Manifest und HTTPS möglich.
Für welche Unternehmen lohnt sich eine PWA?
Besonders für E-Commerce, Content/Medien, Buchungs- und Bestellsysteme sowie interne Tools. Kurz: überall, wo Ihre Nutzer schnell ans Ziel kommen sollen, ohne erst eine App zu installieren. Bei tiefer Hardware-Integration (Bluetooth, Hintergrund-GPS) bleibt nativ die bessere Wahl - der Vergleich lohnt sich vor jedem Projekt.
Was kostet eine PWA-Entwicklung?
Eine PWA ist meist günstiger als vergleichbare native Entwicklung, weil eine Codebasis alle Plattformen abdeckt. Bei Campus IT beginnt eine neu entwickelte PWA ab 15.000 EUR, als Richtwert liegt sie je nach Umfang zwischen 15.000 und 50.000 EUR. Haben Sie bereits einen funktionierenden Prototyp, kann er ab 5.000 EUR bereinigt und als Web-App veröffentlicht werden. Der genaue Preis hängt vom geprüften Umfang ab.
Sind PWAs auf dem iPhone eingeschränkt?
Die wichtigsten Funktionen sind vorhanden: Installation zum Home-Bildschirm, Service Worker und seit iOS 16.4 (März 2023) Push-Benachrichtigungen für Web-Apps auf dem Home-Bildschirm. Background Sync unterstützt Safari laut MDN nicht, auch einige Hardware-APIs fehlen. Ob das für Ihre Anwendung eine Rolle spielt, sollten Sie vor Projektbeginn prüfen.
PWA entwickeln lassen - ab 15.000 EUR
Von der Beratung bis zum Launch: Wir bauen Progressive Web Apps, die schnell laden und offline funktionieren. Der Preis hängt vom geprüften Umfang ab.
Quellen
- The next billion users: trivago embrace progressive web apps - Think with Google, Archivkopie von Januar 2022, September 2017
- Web App Manifest des Web-Players - Spotify, abgerufen am 05.11.2026
- A Pinterest Progressive Web App Performance Case Study - Addy Osmani, Dev Channel, November 2017
- A one year PWA retrospective - Pinterest Engineering, Juli 2018
- Starbucks ordering and store locator progressive web app - Nearform, ohne Datum, abgerufen am 05.11.2026
- Fallstudie Twitter Lite - web.dev, Fallstudie von 2017
- Building m.uber - Uber Engineering, Juni 2017
- AliExpress increases conversion rate for new users by 104% - web.dev, Fallstudie von 2016
- Forbes rebuilt its new mobile website as a Progressive Web App - Nieman Lab, März 2017
- A Tinder Progressive Web App Performance Case Study - Addy Osmani, Dezember 2017
- WebKit Features in Safari 16.4 - WebKit, März 2023
- Background Synchronization API - MDN, abgerufen am 05.11.2026
